...mit der vertieften Übungspraxis verschiedener "Wegkünste" z.B. Kendo, Shakuhachi und Meditation stellt sich eine Erfahrung ein, die universeller Natur ist. U.a. können auch Musikimprovisation und Argentinischer Tango, Bergwandern und Naturerleben diese Erlebensqualitäten ansprechen.

 

Der Übende Mensch erlebt, sofern er sich öffnet und zulässt, ja auch zumutet immer mehr, das was er ist, wie er ist. Die lebensgeschichtlichen Ausprägungen der Persönlichkeitsstruktur werden auch in ihrer Begrenztheit deutlicher. Die Akzeptanz dieser Beschränkung ist ein notwendiger Entwicklungsschritt. Aus der erlebten Begrenztheit kann ein Selbstmitgefühl erwachen, das auf diesen Menschen schaut, mit ihm fühlt - ohne etwas machen zu müssen. Ich erkenne mich als der der ich bin. Ich anerkenne mich als der, der ich bin. Selbstannahme.

 

Ein Übungsweg bietet die Gelegenheit durch die andauernde Übung und die damit einhergehenden zu bewältigenden Situationen sich immer wieder als Mensch zu bewähren. Eine offene Haltung und eine gewisse Neugier helfen dabei, eigene Muster zu erkennen und in neue Verhaltensweisen hinein zu leben.

 

Die Einsicht in den eigenen Geist, wie dieser Geist "funktioniert", wie er diesen Menschen in der Welt sein lässt, kann sich vertiefen. Mit dieser Einsicht in den eigenen Geist wird es möglich "den Ochsen nach hause zu führen", "den Tiger zu zähmen". Wir leben weiterhin als der Mensch der wir sind, jedoch weniger verhaftet in der Vorstellung von einem "festen ICH", von einer "Persönlichkeit". Es macht Sinn irgendwo einen Pflock in die Landschaft zu setzen, als Orientierung - ein Übungsweg kann dieser Pflock sein. Ich nenne diese Pflock Schwertweg, er könnte auch anders benannt werden.